der untersuchten Erwerbstätigen
erfüllten in einer WHO-Auswertung aus zehn Ländern schätzungsweise die damaligen Kriterien einer ADHS im Erwachsenenalter. Untersucht wurden Erwerbstätige zwischen 18 und 44 Jahren.
ADHS kann die Arbeitsfähigkeit erwachsener Beschäftigter auf mehreren Ebenen beeinflussen: durch krankheitsbedingte Abwesenheit, durch Schwierigkeiten im Arbeitsalltag und durch zusätzliche psychische Belastungen. Für Unternehmen bleibt dieser Zusammenhang häufig unsichtbar.
Die folgenden Ergebnisse stammen aus internationalen Beobachtungsstudien. Sie zeigen Zusammenhänge auf, beweisen aber nicht, dass ADHS jeden einzelnen Ausfall verursacht.
erfüllten in einer WHO-Auswertung aus zehn Ländern schätzungsweise die damaligen Kriterien einer ADHS im Erwachsenenalter. Untersucht wurden Erwerbstätige zwischen 18 und 44 Jahren.
waren in derselben Auswertung statistisch mit ADHS verbunden. Hinzu kamen deutlich mehr Tage mit verringerter Arbeitsmenge oder Arbeitsqualität. Das sind Gruppenwerte, keine Prognose für einzelne Menschen.
zeigte eine schwedische Registerstudie bei jungen Erwachsenen mit diagnostizierter ADHS gegenüber einer vergleichbaren Kontrollgruppe. Als lange Fehlzeit galten mehr als 90 Tage.
Diese Zahlen lassen sich nicht unmittelbar auf ein bestimmtes deutsches Unternehmen übertragen. Alter, Branche, Arbeitsbedingungen, Begleiterkrankungen, Versorgung und Studiendesign beeinflussen die Ergebnisse.
ADHS kann sich im Beruf unter anderem durch Schwierigkeiten beim Priorisieren, Strukturieren, Beginnen oder Abschließen von Aufgaben zeigen. Häufige Unterbrechungen, wechselnde Anforderungen und hoher Zeitdruck können diese Belastung verstärken.
Fehlzeiten zeigen zunächst nur, dass jemand nicht arbeitet – nicht, welche Zusammenhänge dahinterstehen. Bei manchen Betroffenen können zusätzlich Schlafprobleme, Ängste, Depressionen, Erschöpfung oder Substanzprobleme auftreten. ADHS kann dabei als möglicher Hintergrund unerkannt bleiben.
Eine sachliche Information hilft, ADHS-relevante Schwierigkeiten zu erkennen und von persönlichen Zuschreibungen zu lösen.
Persönliche Antworten und Einzelergebnisse gehören nicht zum Unternehmen. Berichte dürfen ausschließlich ausreichend große Gruppen zusammenfassen.
Eine Selbsteinschätzung kann Orientierung geben. Eine Diagnose gehört in die Hände entsprechend qualifizierter Fachpersonen.
Die ADHS-Aktion verbindet eine verständlich begleitete Selbsteinschätzung mit einer ausschließlich zusammengefassten Auswertung für das Unternehmen.
Die Forschung zu konkreten betrieblichen Maßnahmen ist bislang begrenzt. Die dargestellten Studien beschreiben Gruppenunterschiede und erlauben keine Aussage über einzelne Beschäftigte oder die Ursache konkreter Fehlzeiten.